Amstel Gold Race – David Tanner «Ich wollte für das Finale antizipieren, denn ich bin kein richtiger Puncher»

20 April 2015

IAM Cycling

Amstel Gold Race 2015

Als amtierender Weltmeister hat sich Michael Kwiatowski (Etixx-Quickstep) nach frühlingshaften 251km bei der Amstel Gold Race durchgesetzt. Der Pole konnte Alejandro Valverde und Michael Matthews in einem Sprint von rund 20 Fahrern wiederstehen. Mit sechs Fahrern am Start, wegen einer Magenverstimmung von Thomas Degand und Rückenschmerzen von Dries Deveneyns, hat IAM Cycling den Kopf trotzdem nicht hängen lassen. David Tanner hat sogar das richtige Rennen 35km vor der Zielankunft lanciert und es hat eine Tempoverschärfung von Nibali gebraucht, um die Fluchtgruppe 10km vor dem Ziel zu stellen. Seinerseits hat Martin Elmiger nicht die notwendige Kraft gefunden, um eine dritte Top-10 Platzierung, nach der Flandern-Rundfahrt und Paris-Roubaix zu erreichen.

Amstel Gold Race 2015

Nach dem Rennen erklärte der australische Rennfahrer des Teams: „Seit einer guten Woche habe ich ein sehr gutes Gefühl. Bei der Flèche Brabançonne hat mir nicht viel gefehlt und heute hatte ich als Mission im Finale offensiv zu sein. Chavanel und Elmiger waren unsere geschützten Fahrer. Daher wollte ich für das Finale antizipieren, denn ich bin kein richtiger Puncher. Die Amstel ist wirklich mein Lieblingsrennen und ich bin 2013 schon so gefahren. Nach diesen zwei Rennen habe ich mein Selbstvertrauen sehr gestärkt und ich werde es immer wieder versuchen. Einmal wird es mir dann schon gelingen.”

Rik Verbrugghe seinerseits zieht eine positive Bilanz von der Amstel Gold Race: „Trotz der Forfait in letzter Minute konnten wir Einfluss auf das Rennen nehmen. David Tanner hat die Vorgaben perfekt umgesetzt. Wir sind nicht ein Team die im Aufstieg des Cauberg den Unterschied machen kann. Und wir waren vom Pech begleitet, dass Caruso aus der kleinen Spitzengruppe gestürzt ist. Wäre dies nicht passiert, hätte nicht BMC das Tempo im Feld verschärft. Dies heisst nicht, dass der Sieg in unserer Reichweite war, aber David hatte ein gutes Selbstvertrauen. Heute war es ein abwartendes Rennen, denn keiner hat sich getraut, den Kampf zu lancieren. Aber sagt man nicht, dass der Sieger immer recht hatte?“

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